Wenn die Beratungsstelle zum Kunstatelier wird
Eine Kunstgalerie der besonderen Art konnten die Besucherinnen und Besucher des diesjährigen Tages der offenen Ateliers in Ahlen erleben. Die Ahlener Künsterlerin Ursula Molke stellte ihre Werke erstmals in der Kontakt- und Beratungsstelle des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SPDi) aus – ein Ort, den sie als Mitarbeiterin des SPDi nur zu gut kennt. Und nicht nur ihre Werke waren zu sehen: diesmal zogen auch Aquarelle von zwei Klientinnen des SPDi die Blicke auf sich.
Die Bilder sind in Aquarellworkshops entstanden, die Ursula Molke einmal im Monat als Gruppenarbeit anbietet. „Dabei kann man sich sehr gut entspannen, wovon gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen profitieren. Und viele haben dabei das Malen als neues Hobby für sich entdeckt“, erzählt sie freudig.
Für die beiden Klientinnen ist das Malen zu einer wichtigen Stütze ihres Alltags geworden. „Beim Malen hören meine Gedanken auf zu kreisen, ich blende alles Negative aus und konzentriere mich die nächsten Stunden nur auf die Kunst.“ und „Das Malen hier einmal im Monat ist meine Rettung.“, sagen sie.
Der Sozialpsychiatrische Dienst ist Teil des Kreisgesundheitsamtes und berät Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen oder in einer akuten Krisensituation. Ansprechpartner gibt es in der Kontakt- und Beratungsstelle am Markt in Warendorf und in den Nebenstellen des Gesundheitsamtes in Ahlen, Beckum und Oelde. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren über psychosoziale Hilfsangebote und organisieren ambulante oder stationäre Hilfen. Zudem haben Betroffene die Möglichkeit, an Gruppennachmittagen, Tagesausflügen und Mehrtagesfahrten teilzunehmen. Weitere Informationen zu den Angeboten des Sozialpsychiatrischen Dienstes finden Sie unter: www.kreis-warendorf.de im Bereich Gesundheit.

Beim diesjährigen Tag der offenen Ateliers in Ahlen stellten erstmals zwei Klientinnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes ihre Werke aus. Sie sind in Aquarellworkshops entstanden, die als Gruppenarbeit angeboten werden. – Foto: Kreis Warendorf



