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AKTUELL

Jan Büscher neuer Vorsitzender des CDU-Kreisagrarausschusses

Der Kreisagrarausschuss der CDU Warendorf-Beckum hat einen neuen Vorstand gewählt. Bei der Mitgliederversammlung im Hotel Waldmutter in Sendenhorst wurde Jan Büscher zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Stephan Schulze Westhoff, der nicht erneut für das Amt kandidierte. Zu seinen Stellvertretern bestimmten die Mitglieder den Landtagsabgeordneten Markus Höner und Hans-Josef Huck. Das Amt des Schriftführers übernimmt Bastian Mertenskötter.

Als Beisitzer gehören dem neuen Vorstand Norbert Austrop, Katharina Budde, Johannes Henkelmann, Johannes Hertleif, Norbert Knipping, Caroline Schulze-Stumpenhorst, Ludger Schulze-Horsel, Heike Zimmermeyer-Schürmann und Heinz-Bernd Große-Beckmann an.

Darüber hinaus nominierte der Kreisagrarausschuss Markus Höner für den Vorsitz des CDU-Landesagrarausschusses sowie Jan Büscher und Heinz-Bernd Große-Beckmann als Beisitzer im Landesvorstand. Die Wahlen finden im Rahmen der Landesdelegiertentagung statt.

Ein besonderer Dank galt dem bisherigen Vorsitzenden Stephan Schulze Westhoff für seine 32-jährige Vorstandsarbeit, davon zehn Jahre an der Spitze des Kreisagrarausschusses. Über drei Jahrzehnte hat er die agrarpolitische Arbeit der CDU im Kreis Warendorf mitgestaltet und sich mit großem persönlichem Engagement für die Interessen der heimischen Landwirtschaft eingesetzt. Die Mitglieder dankten ihm für seinen langjährigen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Neben den Vorstandswahlen standen aktuelle agrarpolitische Entwicklungen auf der Tagesordnung. Markus Höner, der zugleich Vorsitzender des CDU-Landesagrarausschusses und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist, berichtete über die politische Arbeit auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.

Ein Schwerpunkt war die Stärkung der landwirtschaftlichen Betriebe und ihrer Zukunftsperspektiven. Als wichtigen Erfolg hob Höner die kürzlich vom Landtag beschlossene Regelung „Acker bleibt Acker“ hervor. Sie schafft mehr Rechtssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe und verhindert unnötige Grünlandumbrüche zum Erhalt des Ackerstatus.

Auch beim Bürokratieabbau und bei der Weiterentwicklung der Landesbauordnung sieht Höner wichtige Fortschritte, betonte zugleich aber, dass weiterhin erheblicher Handlungsbedarf bestehe. Erleichterungen bei landwirtschaftlichen Bauvorhaben sollen Investitionen vereinfachen. Gleichzeitig müsse der Abbau unnötiger Dokumentations- und Berichtspflichten konsequent vorangetrieben werden. Bereits behördlich erfasste Daten sollten künftig stärker gemeinsam genutzt und Doppelprüfungen vermieden werden.

Ein weiteres Thema war die Zukunft junger Landwirtinnen und Landwirte. Mit der Initiative „Gründen. Übernehmen. Zukunft sichern – Junglandwirte besser fördern“ setzt sich die CDU-Landtagsfraktion für eine Existenzgründungsprämie ein. Diese soll Hofnachfolgen und Neueinstiege erleichtern und sich an tragfähigen Betriebskonzepten statt allein an der bewirtschafteten Fläche orientieren.

Auch die Düngeverordnung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Betriebe wurden diskutiert. Höner sprach sich für eine stärkere Anwendung des Verursacherprinzips anstelle pauschaler Einschränkungen in nitratbelasteten Gebieten aus. Als konkrete Entlastung verwies er auf die seit Anfang 2026 wieder geltende vollständige Agrardieselrückvergütung.

Weitere Schwerpunkte waren die Herausforderungen in der Tierhaltung, die europäische Agrarpolitik sowie die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Seit dem ersten Nachweis in Nordrhein-Westfalen im Juni 2025 wurden umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche umgesetzt. Höner dankte insbesondere der Jägerschaft und den Veterinärbehörden für ihren Einsatz.

„Unsere Landwirtinnen und Landwirte sichern die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Sie brauchen Planungssicherheit, wirtschaftliche Perspektiven und politische Entscheidungen, die sich an der betrieblichen Praxis orientieren“, so Höner.

Mit dem neu gewählten Vorstand will Jan Büscher die agrarpolitische Arbeit des Kreisagrarausschusses fortsetzen und die Interessen der heimischen Landwirtschaft weiterhin aktiv vertreten. „Kaum eine andere Berufsgruppe hat innerhalb der CDU so kurze Wege zu den politischen Entscheidungsträgern wie die Landwirtschaft. Dadurch können wir die Agrarpolitik der CDU maßgeblich mitgestalten. Diese Stärke wollen wir nutzen und weiterhin dafür werben, dass die CDU die Partei für die Belange der Landwirtschaft ist“, erklärte der neue Vorsitzende.

Foto: CDU